Rauchen schadet dem Körper in vielfacher Hinsicht. Das ist hinlänglich bekannt, viele wissen jedoch nicht, dass der blaue Dunst auch das Risiko für Zahnbetterkrankungen wie Parodontitis um das Fünffache erhöht.
Das in normalen und auch elektronischen Zigaretten enthaltene Nikotin dringt in die Blutbahn ein und verengt die Gefäße. Dadurch kann der Körper das Zahnfleisch nicht mehr ausreichend mit Abwehrstoffen versorgen. Dieser mangelnder Schutz sorgt dafür, dass die am Zahnrand sitzenden Bakterien Entzündungen des Zahnhalteapparates, die so genannte Parodontitis, auslösen können.
Rauchen ist nicht nur schlecht für Körper und Zähne, sondern auch tückisch. Denn Raucher leiden wesentlich seltener unter Zahnfleischbluten. Ein solches Bluten ist jedoch in der Regel ein Warnzeichen für bakterielle Infektionen. Raucher erkennen so oftmals nicht, dass sie unter Umständen an einer Parodontitis leiden. Die Erkrankung des Zahnhalteapparates kann schwerwiegende Folgen haben. Nicht nur die Entzündungen sorgen für Probleme, sondern es kann zusätzlich zu einem Rückgang des Kieferknochens kommen. Bei fehlender Behandlung kann sich die Erkrankung auf den gesamten Bereich der Kiefer auswirken. Die Folge sind Lockerungen und schlimmstenfalls sogar Ausfälle von Zähnen.
Aus medizinischer Sicht und zwar nicht aus der Gründen der Mundgesundheit ist es ratsam, mit dem Rauchen gänzlich aufzuhören. Doch vielen Rauchern misslingt dieser Schritt. Diese sollten besonders darauf achten, Zähne und Zahnfleisch gesund zu halten. Wenn keine Zahnbeläge vorhanden sind, kann es auch nicht zu Erkrankungen kommen. Personen mit einem erhöhten Parodontitisrisiko sollten deshalb eine halb- bis vierteljährliche professionelle Zahnreinigung durchführen lassen. Doch auch bei der häuslichen Zahnpflege kann Plaque neben dem Zähneputzen mittels Zwischenraumbürsten, Zahnseide und Mundspülung besonders gründlich entfernt werden. So können auch Raucher so gut es geht dem Risiko einer Parodontitisentstehung vorbeugen.

